Glücksspielwerbung: Erlaubt oder verboten?
Der Glücksspielmarkt in Deutschland hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor entwickelt. Im Jahr 2018 wurde mit legalen und illegalen Angeboten ein geschätzter Umsatz von etwa 14 Milliarden Euro erwirtschaftet. Teilweise wird dabei auch auf die Angebote der Casinos verlinkt und aktiv für Glücksspiel geworben, wobei auch Minderjährige häufig unter den Zuschauern sind. Gleichzeitig ist der Glücksspielmarkt, insbesondere im Internet, in vielen Bereichen unreguliert. Es herrscht eine große Rechtsunsicherheit darüber, welche Angebote zulässig sind und wie für diese geworben werden darf.
- Danach ist in Sportstätten Werbung für Glücksspiele in Form der Dachmarkenwerbung auf Trikots und Banden sowie ähnlichen Werbemitteln grundsätzlich erlaubt.
- Unter anderem gibt es jetzt auch ein umfassendes Regelwerk für Glücksspielwerbung mit zahlreichen Einschränkungen.
- Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist die Verwendung der Begriffe “Casino” und “Casino-Spiele”.
- So ist es Influencern beispielsweise nicht mehr erlaubt, bei Instagram, TikTok oder anderen Portalen Werbung zu machen.
Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages beobachten Behörden die Entwicklung genau und nehmen die Anbieter mit Lizenzierungsvorhaben genau unter die Lupe. Die Anpassung an Glücksspielregulierungen findet deutschlandweit kontinuierlich statt. Der Glücksspielstaatsvertrag bildet die rechtliche Grundlage, zwar wird aufgrund aktueller Erkenntnisse immer wieder nachgebessert. Ziel ist es schließlich, die Spieler bestmöglich zu schützen und illegales Glücksspiel zu bekämpfen.
Dabei handelt es sich um einen Marketingansatz, bei dem Affiliates (englisch für Partner) auf ihren Websites für Angebote werben und eine Provision für ihre Dienste erhalten. Allerdings muss jede Form dieser bezahlten Zusammenarbeit deutlich gekennzeichnet sein. Schon beim Aufrufen der Website muss ein Hinweis für eine angemessene Zeit angezeigt werden, damit die Informationen vollständig lesbar sind. Anders verhält es sich bei redaktionellen Inhalten, die der Partner auf eigene Verantwortung erstellt. Zum Beispiel müssen Erfahrungsberichte auf Vergleichsportalen, die unabhängig vom Glücksspielanbieter erstellt wurden, nicht gekennzeichnet werden.
Für die Kontrolle ist die eigens eingerichtete Glücksspielbehörde der Länder verantwortlich. Werbetreibende müssen der Behörde ihr Marketingkonzept vorlegen und Änderungen im Vorfeld abklären und bestätigen lassen. Im Turnus von zwei Jahren muss das Konzept aufgearbeitet, erneuert und den Behörden aufs Neue vorgelegt werden.
In dem Positionspapier des Düsseldorfer Kreises werden zudem Leitlinien zur Regulierung von Glücksspielwerbung in Deutschland vorgeschlagen. Sie schlagen vor, Werbeeinschränkungen und -verbote für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene mit erhöhtem Risiko für eine Glücksspielstörung einzuführen. Darüber hinaus sollten Werbeeinschränkungen zur Stärkung des Verbraucherschutzes und zur Unterstützung einer risikoarmen und risikobewussten Glücksspielteilnahme eingeführt werden. Die Autoren betonen, dass spezifische Werbeeinschränkungen für einzelne Glücksspiele nicht ausreichend wissenschaftlich belegt und damit sachlich nicht begründet sind. Sie plädieren für eine gemeinsame Diskussion aller Fachleute zur Konsensbildung und für eine regelmäßige Evaluation und sukzessive Verbesserung der Werbeleitlinien. Es gibt diverse Werbebeschränkungen, die 22bet casino unabhängig von der Werbeplattform gelten.
Jugendschutz von oberster Priorität: Keine Lockangebote für gefährdete Gruppen
Ein wichtiges Thema ist dabei Glücksspielwerbung, denn neue wie auch etablierte Casinos wollen immer wieder auf sich aufmerksam machen. Eine Konzession für das Veranstalten oder Vermitteln von Glücksspielen innehaben. In der Erlaubnis hat die zuständige Behörde Regelungen bezüglich des Inhalts und Umfangs der Werbung zu treffen. Die Anbieter können aber auch Dritte mit der Durchführung der Werbung beauftragen. Mit Youtubern, Streamern und anderen Influencern, dürften daher unter der Neuregelung erstmals zulässig sein. Denn der neue Staatsvertrag sieht ein explizites Verbot von Werbung vor, die als redaktionell gestalteter Inhalt getarnt ist.
Affiliate Marketing
Die Horrorvorstellung, dass ein Antragsteller angeben muss, er wolle vom 25. Juni 27 Mal den Werbespot A in der Zeit von 18 bis 20 Uhr bei den TV-Sendern Sport1, Sat.1, RTL und der ARD zeigen, ist damit vom Tisch. In der Praxis wird man sich in Düsseldorf aber daran erinnern, dass Sportwetten wie Lotto und Pferdewetten von der Richtlinie priviligiert werden. Dass Werbung für Sportwetten erlaubt werden darf – im Gegensatz etwa zu Werbung für Poker oder Online-Casinospiele.
Die Glücksspielbehörde verbietet daher verführerische Werbemaßnahmen einzusetzen. Als ständiges Organ dient sie der Kontrolle und dem Schutz von Minderjährigen. Ihre erste Maßnahme war es, ein Verbot für Werbung für Jugendliche auszusprechen. Mit dem Glücksspielstaatsvertrag aus dem Jahr 2021 traten zahlreiche Gesetze in Kraft. Sie beziehen sich auf das digitale Glücksspiel und gehen über die Grenzen von Schleswig-Holstein hinaus.
Glücksspielwerbung unter dem GlüStV 2021
Die Gestaltung muss sich deutlich vom redaktionellen Teil unterscheiden. Glücksspielanbieter dürfen online für ihre Produkte, Dienstleistungen und Veranstaltungen werben, solange es sich nicht um Schleichwerbung handelt. Rich-Media-Formate wie Videos oder Animationen sind nur erlaubt, wenn sie keine psychologischen Trigger enthalten. Diese Trigger, die häufig im Marketing verwendet werden, um Emotionen bei potenziellen Kunden auszulösen, sind in der Online Glücksspielwerbung nicht gestattet. Dabei werben Partner auf ihren Websites für Angebote und erhalten eine Provision.